Suworowo, Wetrino und Waltschi Dol: der stille Nordwesten der Provinz Varna
Suworowo in Bulgarien und die Nachbargemeinden Wetrino und Waltschi Dol: Schlachtfeld von 1774, Peter Deunovs Dorf, thrakische Hügelgräber, ein Steinzeitdorf, Skipiste und Folklorefeste.
Suworowo (Суворово), Wetrino (Ветрино) und Waltschi Dol (Вълчи дол) sind die drei stillen Agrargemeinden im Nordwesten der Provinz Varna: Weizen- und Sonnenblumenland auf dem Dobrudscha-Plateau, 40–50 Straßenkilometer von Varna, mit einem Schlachtfeld von 1774, thrakischen Hügelgräbern, einem rekonstruierten Steinzeitdorf und Folklorefesten. Große Attraktionen gibt es hier nicht, dafür kleine Museen, alte Kirchen und Moscheen, Picknickwälder und ein Dorfleben, das an der Küste längst verschwunden ist. Weil jede Gemeinde klein ist, fassen wir alle drei zusammen und schließen mit einer Autorunde, die Dewnja und Prowadija einbezieht. Angaben aus den Websites der drei Gemeinden und aus Wikipedia, geprüft am 2. November 2026; Koordinaten von OpenStreetMap, Straßenentfernungen von OSRM.
Wo liegen Suworowo, Wetrino und Waltschi Dol?
Die drei Gemeinden füllen die Nordwestecke der Provinz Varna. Suworowo (215,9 km², 9 Orte) liegt am Südrand des Dobrudscha-Plateaus über dem Dewnja-Tal; der höchste Punkt, der Traneto (378 m), liegt nördlich von Banowo. Wetrino (292,3 km², 10 Dörfer) schließt westlich an, hügelig zur Grenze mit Schumen hin, von Nord nach Süd vom Fluss Slatina durchzogen. Waltschi Dol (472,5 km², 22 Orte) ist die größte und nördlichste Gemeinde, ganz im Einzugsgebiet der Donau, und grenzt an die Provinzen Schumen und Dobritsch (Wikipedia (BG); Wikipedia (BG); Wikipedia (BG)).
Alle drei leben von der Landwirtschaft. Um Wetrino wachsen vor allem Weizen, Gerste, Mais und Sonnenblumen, dazu neuere Kulturen wie Raps, Fenchel, Lavendel und Koriander; es gibt Imkerei sowie Wein- und Tafeltrauben (Wikipedia (BG)). Suworowo auf schwerer Schwarzerde baut hauptsächlich Obst und Gemüse an (Wikipedia (BG)).
Suworowo: Schlachtfeld, Frühlingsfest und das Dorf von Peter Deunov
Bis 1934 hieß die Stadt Kosludscha. Am 20. Juni 1774 schlugen russische Truppen unter Alexander Suworow und Michail Kamenski hier das osmanische Heer von Abdürrezzak Pascha – eine der entscheidenden Schlachten des Russisch-Türkischen Krieges von 1768–1774, kurz darauf folgte der Frieden von Küçük Kaynarca (Wikipedia). 1934 wurde das Dorf in Nowgradez umbenannt, 1950 in Suworowo, 1984 wurde es Stadt (Wikipedia (BG)).
Im Zentrum stehen die reich ausgemalte Himmelfahrtskirche mit originalen Schnitzereien und Ikonostase, das Historische Museum direkt neben dem Rathaus sowie Denkmäler für Suworows Soldaten und für die Gefallenen der bulgarischen Einigungskriege (Wikipedia (BG)). Die Moschee gilt als eine der ältesten noch genutzten Bulgariens; der Legende nach stürzte ihr Minarett immer wieder ein, bis man zwischen die zwei Halbmonde ein dreiblättriges Pflanzenornament setzte, das an ein Kreuz erinnert (Wikipedia (BG)). Die Geschichte reicht noch viel weiter zurück: 2011 fanden Archäologen des Museums Varna in einem abgebrannten Haus der Siedlung „Korijata“ bei der Stadt ein fast vollständiges Skelett aus der Kupfersteinzeit; die um 5200–4900 v. Chr. bewohnte Siedlung gehört zu den frühesten befestigten in Nordostbulgarien (Wikipedia (BG)).
Nördlich der Stadt liegt Gorski Kladenez (türkisch Orman Bunar), der örtliche Picknickplatz: Spielplätze, Grillstellen, überdachte Tische und zwei Hütten mit Betten an einem Eichenwald (Wikipedia (BG)). Hier findet das Folklorefest „Kato schiwa woda“ („Wie lebendiges Wasser“) statt; die 18. Ausgabe lief am 2. und 3. Mai 2026, bei Regen zieht das Fest in die Sporthalle „General Suworow“ um (Gemeinde Suworowo).
Östlich liegt Nikolaewka, im 19. Jahrhundert ein Zentrum der bulgarischen Wiedergeburt im Raum Varna: Der Dorfvorsteher Atanas Georgiew eröffnete hier 1847 die erste bulgarische Schule. Im Dorf wurde 1864 der spirituelle Lehrer Peter Deunov (Beinsa Duno) geboren; sein im Kommunismus zerstörtes Geburtshaus wurde 2011 wieder aufgebaut. Es gibt über zehn Quellbrunnen, eine kleine Museumssammlung und 3 km entfernt einen Stausee mit Hütte (Wikipedia (BG); Wikipedia).
Wetrino: thrakische Hügelgräber, ein Steinzeitdorf und anatolische Bulgaren
Wichtigstes Ziel in Wetrino ist der historische Komplex „Neolithisches Dorf“ in Neofit Rilski an der Autobahn Hemus. Die Gemeinde beschreibt rekonstruierte Häuser der Kupfersteinzeit, Keramik, einen Pfahlbau und ein Thrakermuseum, in dem Waffen, Schiffe, Streitwagen und thrakische Schätze vollständig nachgebaut gezeigt werden, dazu Kopien der Fresken aus dem Grab von Alexandrowo. Man kann mit Pfeil und Bogen schießen, Gerichte aus Einkorn kaufen und sich in thrakischer Rüstung fotografieren lassen (Gemeinde Wetrino). Öffnungszeiten stehen nicht auf der Gemeindeseite, also vor der Fahrt beim Komplex nachfragen.
Belogradez, das größte Dorf der Gemeinde, hat sechs Grabhügel. In der Ptitschata mogila („Vogelhügel“), 1972–73 von Goranka Tontschewa ausgegraben, fand man das Grab eines thrakischen Stammesfürsten aus dem 8.–7. Jahrhundert v. Chr.; seine rund 2,10 m hohe Steinstatue steht heute im Museum Varna. 1829 kämpften auf der Gemarkung russische und osmanische Truppen gegeneinander (Wikipedia (BG)).
Jagnilo, in einem kleinen Tal etwa 60 km westlich von Varna, wurde ab 1884 von Bulgaren besiedelt, die aus Anatolien zurückkehrten. Sie tauschten mit den abwandernden Türken „Dekar gegen Dekar, Haus gegen Haus“ und brachten alte Lieder und Bräuche mit. 1895 grub ein Dorfbewohner in seinem Hof rund 3.000 römische Silbermünzen aus (Wikipedia (BG)). Die Gemeindehütte Jajlata steht im nahen Wald, erreichbar über die Straße Wetrino – Nowi Pasar und die Abzweigung nach Belogradez; sie hat einen Festsaal, einen Brotofen und einige Betten (Gemeinde Wetrino).
Zu den Kirchen gehören die des hl. Demetrios in Wetrino, Mariä Geburt in Belogradez, hl. Iwan Rilski in Dobroplodno und hll. Konstantin und Helena in Jagnilo (Gemeinde Wetrino). In Gabarniza gibt es den ethnografischen Komplex „Rodna strjacha“, bei Newscha einen Erholungsplatz in der Flur Djusa. Wetrino feiert sein Dorffest am Dimitrowden, der Gemeindetag ist der 8. Juni (Wikipedia (BG); Wikipedia (BG)).
Waltschi Dol: die Wolfsschlucht
Waltschi Dol („Wolfsschlucht“, osmanisch Kurt dere) wurde von Tscherkessen gegründet, die nach dem Krimkrieg angesiedelt wurden; sie verließen den Ort 1877, an ihre Stelle traten bulgarische Flüchtlinge, vor allem aus Thrakien (Gemeinde Waltschi Dol). 1909 kam die Eisenbahn, der Ort wurde einer der großen Getreidestützpunkte des Landes und 1974 zur Stadt erklärt (Wikipedia (BG)). Auf dem Stadtbrunnen steht eine Wolfsskulptur, und der Ringer Petko Sirakow, erster bulgarischer Weltmeister im Ringen, stammt von hier.
Die Liste touristischer Objekte der Gemeinde ist kurz und ehrlich: die Skipiste am Kuschu Bair und das Zentrum für Kunst und Handwerk mit Museumssammlung (Gemeinde Waltschi Dol). Laut Wikipedia ist die Piste die einzige in Nordostbulgarien: rund 250 m am Nordhang, etwa 500 m östlich des Stadtparks (Wikipedia (BG)). Sie braucht echten Schnee, und der ist hier nicht garantiert.
Unter den Dörfern hat Wojwodino, 5 km entfernt, die Kirche des hl. Iwan Rilski, eine rekonstruierte Moschee aus dem späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert, Quellen, Wälder und in der Nähe die Stauseen Strahil und General Kiselowo (Wikipedia (BG)).
Termine aus dem Kulturkalender 2026 der Gemeinde: Trifon Saresan, der Tag der Winzer, in Waltschi Dol und Michalitsch am 14. Februar; das Stadtfest am 4. September; und das Folklore-Wettbewerbsfestival „Edna semja sa wsitschki“ („Ein Land für alle“) auf dem Christo-Botew-Platz, 2026 am 26.–27. September, mit Gruppen verschiedener ethnischer Gemeinschaften (Gemeinde Waltschi Dol; Festivalstatut).
Autorunde mit Dewnja und Prowadija
Busse in die Dörfer fahren selten, hier ist man mit dem Auto unterwegs; Grundlegendes steht in unserem Ratgeber zum Mietwagen in Varna. Eine Runde, die alle drei Gemeinden mit dem Dewnja-Tal verbindet (Straßenentfernungen von OSRM):
- Varna → Suworowo (ca. 39 km, 30 Minuten): Zentrum und Museum, danach ein Spaziergang in Gorski Kladenez.
- Suworowo → Waltschi Dol (ca. 12 km): Wolfsbrunnen und Kuschu Bair; Wojwodino ist ein kurzer Abstecher.
- Waltschi Dol → Wetrino (ca. 23 km): Kirche und Felder; Belogradez und Jagnilo liegen 10–15 km weiter westlich, wenn Zeit bleibt.
- Wetrino → Neofit Rilski (ca. 9 km): der Komplex „Neolithisches Dorf“.
- Neofit Rilski → Dewnja (ca. 9 km): das Mosaikmuseum mit den Bodenmosaiken eines römischen Hauses aus dem antiken Marcianopolis; geöffnet 10:00–16:00 Uhr, von Mai bis September täglich, von Oktober bis April Montag bis Freitag, Erwachsene 4,09 € (Gemeinde Dewnja).
- Dewnja → Varna (ca. 33 km), vorbei am Steinwald Pobiti Kamani.
Die ganze Runde misst rund 125 km und gut zwei Stunden reine Fahrzeit. Wer Prowadija und die Festung Owetsch mitnehmen will, fährt ab Neofit Rilski nach Süden (etwa 19 Straßenkilometer, OSRM) statt direkt nach Dewnja (Gemeinde Prowadija).
Quellen
- Gemeinde Suworowo – Folklorefest „Kato schiwa woda“ 2026
- Gemeinde Wetrino – Historischer Komplex „Neolithisches Dorf“, Neofit Rilski
- Gemeinde Wetrino – Hütte „Jajlata“, Jagnilo
- Gemeinde Wetrino – Kirchen
- Gemeinde Waltschi Dol – Touristische Objekte
- Gemeinde Waltschi Dol – Folklorefestival „Edna semja sa wsitschki“
- Gemeinde Waltschi Dol – Kulturkalender 2026
- Gemeinde Waltschi Dol – Geschichte
- Gemeinde Dewnja – Mosaikmuseum (Öffnungszeiten und Preise)
- Gemeinde Prowadija – Historische und natürliche Sehenswürdigkeiten
- Wikipedia (bulgarisch) – Suworowo
- Wikipedia (bulgarisch) – Gemeinde Suworowo
- Wikipedia (bulgarisch) – Nikolaewka
- Wikipedia (bulgarisch) – Wetrino
- Wikipedia (bulgarisch) – Gemeinde Wetrino
- Wikipedia (bulgarisch) – Belogradez
- Wikipedia (bulgarisch) – Jagnilo
- Wikipedia (bulgarisch) – Neofit Rilski (Dorf)
- Wikipedia (bulgarisch) – Waltschi Dol
- Wikipedia (bulgarisch) – Gemeinde Waltschi Dol
- Wikipedia (bulgarisch) – Wojwodino
- Wikipedia (englisch) – Battle of Kozludzha
- Wikipedia (englisch) – Suvorovo
- OpenStreetMap-Mitwirkende (Koordinaten, ODbL)
- OSRM (Straßenentfernungen ab Varna-Zentrum)
Die Liste 10
✨ Ausgewählt nach aktueller Uhrzeit und Wetter in Varna
Zentrum von Suworowo✨ Passt gerade jetzt
Himmelfahrtskirche mit originalen Schnitzereien, Ikonen und Ikonostase; das Historische Museum neben dem Rathaus; Denkmäler für Suworows Soldaten und die Gefallenen der Einigungskriege. Wikipedia nennt die Moschee eine der ältesten noch genutzten in Bulgarien; eine Legende erklärt das pflanzenförmige Ornament auf dem Minarett.
Rastplatz Gorski Kladenez (Orman Bunar)✨ Passt gerade jetzt
Erholungsgebiet an einem Eichenwald nördlich von Suworowo mit Spielplätzen, Grillstellen, überdachten Tischen und zwei Hütten mit Betten. Hier finden das Folklorefest „Kato schiwa woda“ (18. Ausgabe am 2.–3. Mai 2026) und das Fest zum Ende der Ernte statt.
Nikolaewka: Geburtsort von Peter Deunov✨ Passt gerade jetzt
Dorf auf 350–400 m beiderseits des Flüsschens Nikolaewska, Geburtsort des spirituellen Lehrers Peter Deunov (1864). Sein im Kommunismus zerstörtes Geburtshaus wurde 2011 wieder aufgebaut; außerdem gibt es eine Kirche, eine kleine Museumssammlung, über zehn Quellbrunnen und 3 km entfernt einen Stausee mit Hütte.
Historischer Komplex „Neolithisches Dorf“, Neofit Rilski✨ Passt gerade jetzt
Freilichtanlage, die die Gemeinde Wetrino aufführt: Häuser der Kupfersteinzeit, Keramik, ein Pfahlbau und ein Thrakermuseum mit vollständig rekonstruierten Waffen, Schiffen, Streitwagen und Schatz-Repliken sowie Kopien der Fresken des Grabes von Alexandrowo. Vor Ort: Bogenschießen, Gerichte aus Einkorn und Fotos in thrakischer Rüstung.
Thrakische Hügelgräber von Belogradez✨ Passt gerade jetzt
Das größte Dorf der Gemeinde hat sechs Grabhügel. In der Ptitschata mogila, ausgegraben 1972–73, fand man das Grab eines thrakischen Stammesfürsten (8.–7. Jahrhundert v. Chr.); seine etwa 2,10 m hohe Steinstatue steht im Museum Varna.
Jagnilo und die Hütte Jajlata✨ Passt gerade jetzt
Dorf in einem kleinen Tal etwa 60 km westlich von Varna, ab 1884 von aus Anatolien zurückgekehrten Bulgaren besiedelt, die ihre Lieder und Bräuche mitbrachten; 1895 fand man hier rund 3.000 römische Silbermünzen. Die Gemeindehütte Jajlata im nahen Wald hat einen Festsaal, einen Brotofen und einige Betten.
Dorf Wetrino✨ Passt gerade jetzt
Gemeindezentrum und Bauerndorf (alter Name Jasa Tepe, türkisch „flacher Hügel“): Kirche des hl. Demetrios, Kirchweihfest am Dimitrowden und Gemeindetag am 8. Juni. Ringsum Weizen und Sonnenblumen, inzwischen auch Lavendel und Koriander.
Skipiste Kuschu Bair, Waltschi Dol✨ Passt gerade jetzt
Kurze Piste von rund 250 m am Nordhang des Kuschu Bair, etwa 500 m östlich des Stadtparks; laut Gemeinde ein touristisches Objekt, laut Wikipedia die einzige Skipiste Nordostbulgariens. Nur bei Schnee.
Waltschi Dol: Zentrum für Kunst und Handwerk und der Wolfsbrunnen✨ Passt gerade jetzt
Das Zentrum für Kunst und Handwerk mit Museumssammlung steht auf der Liste der Gemeinde; das Kulturhaus zeigt eine ethnografische Sammlung mit Hausrat und Trachten, und eine Wolfsskulptur auf dem Stadtbrunnen erinnert an den alten Namen Kurt dere, „Wolfsschlucht“.
Wojwodino✨ Passt gerade jetzt
Dorf 5 km von Waltschi Dol mit der größten Gemarkung der Gemeinde: Kirche des hl. Iwan Rilski, eine rekonstruierte Moschee aus dem späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert, Quellen und Wälder, in der Nähe die Stauseen Strahil und General Kiselowo.
Häufige Fragen
Wo liegt Suworowo in Bulgarien und wofür ist es bekannt?
Suworowo ist eine Kleinstadt im Nordwesten der Provinz Varna, 34 km nordwestlich von Varna auf dem Dobrudscha-Plateau (rund 39 km Straße). Bis 1934 hieß der Ort Kosludscha; hier schlugen am 20. Juni 1774 russische Truppen unter Alexander Suworow und Michail Kamenski ein osmanisches Heer. Seit 1950 trägt der Ort Suworows Namen.
Was kann man in Suworowo sehen?
Im Zentrum die reich ausgemalte Himmelfahrtskirche mit originalen Holzschnitzereien und Ikonostase, das kleine Historische Museum neben dem Rathaus und eine alte Moschee mit ungewöhnlicher Minarettspitze. Nördlich der Stadt liegt der Rastplatz Gorski Kladenez (Orman Bunar) an einem Eichenwald, Schauplatz des Frühlings-Folklorefests. Im Nachbardorf Nikolaewka wurde 2011 das Geburtshaus des Lehrers Peter Deunov (Beinsa Duno) wieder aufgebaut.
Was gibt es in der Gemeinde Wetrino zu sehen?
Die Gemeinde selbst nennt den historischen Komplex „Neolithisches Dorf“ in Neofit Rilski mit rekonstruierten Häusern der Kupfersteinzeit, einem Pfahlbau und einem Thrakermuseum. In Belogradez liegen thrakische Hügelgräber; in der Ptitschata mogila fand man das Grab eines Stammesfürsten aus dem 8.–7. Jahrhundert v. Chr., dessen 2,10 m hohe Steinstatue im Museum Varna steht. Bei Jagnilo steht die Waldhütte Jajlata.
Gibt es in Waltschi Dol wirklich eine Skipiste?
Ja. Die Gemeinde führt die Piste am Hügel Kuschu Bair unter ihren touristischen Objekten, und laut Wikipedia ist sie die einzige in Nordostbulgarien: rund 250 m am Nordhang, etwa 500 m östlich des Stadtparks. Ob sie läuft, hängt vom Schnee ab; fragen Sie vorher bei der Gemeinde nach.
Lassen sich die Orte mit Dewnja und Prowadija verbinden?
Mit dem Auto problemlos. Die Runde Varna – Suworowo – Waltschi Dol – Wetrino – Neofit Rilski – Dewnja ist etwa 125 km lang. Das Mosaikmuseum in Dewnja hat 10:00–16:00 Uhr geöffnet (Oktober–April nur Montag bis Freitag); der Steinwald liegt östlich von Dewnja, Prowadija mit der Festung Owetsch etwa 19 Straßenkilometer von Neofit Rilski.
