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Mosaikmuseum Devnya: das römische Marcianopolis, Öffnungszeiten, Eintritt und Ausflugsziele in der Nähe

Das Mosaikmuseum Devnya steht über einer Römervilla von Marcianopolis, 31 km von Varna: Medusa-Mosaik, Goldschatz, Öffnungszeiten, Eintritt 4,09 €, Bus 14 und die Steinwüste.

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Das Mosaikmuseum Devnya (bulgarisch Музей на мозайките) steht auf den Grundmauern einer spätrömischen Villa im antiken Marcianopolis, rund 31 Straßenkilometer westlich von Varna (OSRM). Sie gehen über Bodenmosaiken, die noch dort liegen, wo man sie gefunden hat – am berühmtesten ist das Medusenhaupt auf dem Schild der Athene. Laut Gemeinde Devnya ist das Museum von Mai bis September täglich 10:00–16:00 geöffnet, von Oktober bis April nur werktags; Erwachsene zahlen 4,09 €. Mit der 11 km entfernten Steinwüste wird daraus ein entspannter Halbtagesausflug ab Varna.

Was war Marcianopolis?

Devnya liegt an der Stelle von Marcianopolis, einer römischen Stadt, die Kaiser Trajan nach dem Ende der Dakerkriege 106 nach seiner Schwester Ulpia Marciana benannte (Wikipedia). In der Stadt geprägte Münzen zeigen, dass sie Ende des 1. und Anfang des 2. Jahrhunderts ein großes militärisches, administratives und kulturelles Zentrum war. Im 3. und 4. Jahrhundert war sie Bischofssitz und Hauptstadt einer römischen Provinz – laut Gemeinde nach Philippopolis (Plowdiw) die zweitwichtigste.

Kaiser Valens nutzte die Stadt im Gotenkrieg 366–369 als Stützpunkt. Attilas Hunnen zerstörten sie 447; unter Justinian wurde sie wieder aufgebaut und 614–615 von den Awaren endgültig verwüstet. Grabungen im heutigen Devnya haben das Amphitheater, Teile der Stadtmauer, Gräberfelder, Tempel, Wohn- und öffentliche Gebäude zutage gebracht. Der gotische Geschichtsschreiber Jordanes überliefert eine Legende: Eine Dienerin von Trajans Schwester ließ ein goldenes Gefäß in die Quelle fallen, es versank und tauchte später wieder auf – für Trajan das Zeichen einer Gottheit, worauf er hier die Stadt gründete (Gemeinde Devnya). Wie das mit Odessos, dem heutigen Varna, zusammenhängt, lesen Sie in unserer Geschichte Varnas.

Das Museum und die römische Villa

Grabungen ab 1976 legten ein großes spätrömisches Stadthaus frei, eine villa urbana aus dem späten 3. oder frühen 4. Jahrhundert, der Zeit Konstantins des Großen. Das Museum wurde 1986 über einem Teil der Grundmauern eröffnet, entworfen vom Architekten Kamen Goranov (Gemeinde Devnya). Das Haus nahm einst einen ganzen Häuserblock ein: 21 Wohn-, Wirtschafts- und Lagerräume mit zusammen 1.402 m² um einen gepflasterten Innenhof mit Brunnen und Kalksteinkolonnade. Das Museumsgebäude überdeckt den Westteil; Ostflügel und Hof liegen unter freiem Himmel, und unter dem Gebäude verläuft eine römische Straße (Wikipedia).

Fünf Räume und der Portikus hatten farbige Bodenmosaiken. Drei werden in situ gezeigt, in den Räumen, in denen sie verlegt wurden; die übrigen wurden konserviert und auf neue Träger übertragen. Sie entstanden in den Techniken Opus tessellatum und Opus vermiculatum aus Steinchen von Marmor, Kalkstein, gebranntem Ton und farbigem Glas in 16 Farben.

Welche Mosaiken sind zu sehen?

  • Gorgo Medusa. Das Wahrzeichen des Museums bedeckt den 8 × 8 m großen Boden des Speisesaals: der Schild der Athene mit dem abgeschlagenen Haupt der Medusa, das das Haus vor Unheil bewahren sollte. Die Gemeinde weist darauf hin, dass der Blick der Medusa einem überallhin folgt.
  • Satyr und Antiope. Im Schlafgemach (4,40 × 5,60 m) verführt Zeus in Gestalt eines jungen Satyrs die Antiope; das Mosaik trägt die griechischen Beischriften ΣΑΤΥΡΟΣ und ΑΝΤΙΟΠΗ.
  • Der Raub des Ganymed. Der Empfangssaal (13,40 × 5,60 m) ist der größte Raum mit Mosaik; das Mittelfeld zeigt den Adler des Zeus, der Ganymed auf den Olymp trägt – bislang das einzige Mosaik mit diesem Motiv in Bulgarien.
  • Die Jahreszeiten. Der Boden im Frauengemach wurde bei einem Umbau größtenteils zerstört, erhalten sind ein Hahn, der an einer Traube pickt, Vögel, ein Paar römischer Sandalen und die Büste des Herbstes als junge Frau.
  • Pannonische Voluten. Ein vierfarbiges geometrisches Mosaik, 1949 in einem anderen Gebäude im Osten von Marcianopolis gefunden, vielleicht einer frühchristlichen Basilika (Gemeinde Devnya).

Der Goldschatz und weitere Funde

Im Original ausgestellt ist der Goldschatz von Marcianopolis: 20 Solidi im Namen von Theodosius II. (402–450), 2019–2023 vom Team des Archäologen Hristo Kuzov in einem spätantiken Gebäude gefunden, das beim Hunneneinfall von 447 niederbrannte (Gemeinde Devnya). Es ist der zweite Münzschatz aus Devnya: 1929 kamen bei Erdarbeiten in einem Bauernhof mehr als 100.000 römische Silbermünzen (rund 350 kg) zum Vorschein, die heute in den archäologischen Museen in Sofia und Varna liegen.

Sehenswert sind auch die Funde aus einem 1993 im Viertel Himik entdeckten, nicht geplünderten Grab (Ende 2. bis Anfang 3. Jahrhundert): Gefäße mit Reliefschmuck und kleine Bronzeköpfe von Bären und Löwen, die einen eisernen Klappstuhl zierten, vermutlich den eines Magistrats. Modelle von Marcianopolis, seinem Amphitheater und der Villa, lokale Keramik und Lampen, Goldschmuck und eine Sonnenuhr aus der Villa runden die Ausstellung ab.

Öffnungszeiten und Eintritt

Einzeln Gruppen über 10
Erwachsene 4,09 € 3,58 €
Rentner, Kinder, Studierende 2,05 € 1,53 €
Menschen mit Behindertenausweis 2,05 € 1,53 €
Familienkarte (bis 3 Kinder unter 18) 8,18 € –
Schüler mit Lehrkraft (Schuljahr) – 1,02 €
Führung 5,11 € 10,23 €

Öffnungszeiten: Mai–September 10:00–16:00 ohne Ruhetag; Oktober–April 10:00–16:00, Samstag und Sonntag geschlossen. Zeiten und Preise stammen von der Gemeindeseite vom 27. Juli 2025, geprüft am 2. November 2026. Vor einem Gruppenbesuch oder an Feiertagen anrufen: +359 519 34440 oder +359 882 699 948. Das Museum ist Nr. 10 der 100 Nationalen Touristenziele – Stempelheft mitbringen. Zum Vergleich: Museen in Varna mit Öffnungszeiten und Preisen.

Wie kommt man von Varna nach Devnya?

  • Mit dem Auto: rund 31 Straßenkilometer vom Zentrum Varnas, etwa 25 Minuten (OSRM).
  • Mit dem Bus: Die Linie 14 verbindet Varna und Devnya mit Halt in Beloslav (Visit Varna). Laut Fahrplan der Gemeinde Devnya vom 24. Juni 2026 für die Strecke Devnya–Varna (Linien 14, 14A und 28) fahren die Busse werktags ab Varna um 07:00, 07:30, 08:00, 09:30, 10:30, 11:30, 12:30, 13:30, 14:30, 15:30, 16:30, 17:30, 18:30, 20:00 und 21:30; der letzte Werktagsbus ab Devnya fährt um 20:00 (Fahrplan). Der Busbahnhof Devnya liegt rund 2,4 km Luftlinie vom Museum (OpenStreetMap); fragen Sie den Fahrer nach der nächsten Haltestelle. Busunternehmen: +359 885 907 697.

Was gibt es sonst in Devnya zu sehen?

Die Quellen von Devnya sind die größten Karstquellen Bulgariens und speisen den Fluss Devnya. Sie entspringen in mehreren Gruppen am Fuß des Hügels Golyam Kayrak, haben konstant etwa 18 °C und laut Gemeinde eine Schüttung von 2.952 Litern pro Sekunde. Seit 1954 wurden die meisten für die Fabriken von Devnya und die Wasserversorgung von Devnya und Varna gefasst; heute sprudelt nur noch die Zauberquelle (Valshebniyat izvor) frei.

Im Dorf Kipra zeigt ein Haus vom Ende des 19. Jahrhunderts die ethnografische Sammlung der Gemeinde mit rund 200 Objekten, darunter Trachten und die „Kamila“-Maske der Neujahrsmaskierten (Gemeinde Devnya). Offizielle Öffnungszeiten haben wir nicht gefunden – fragen Sie vorher im Museum in Devnya.

Kombinieren mit Steinwüste und Provadia

Der Besucherbereich der Steinwüste (Pobiti Kamani) liegt rund 11 Straßenkilometer östlich des Museums (OSRM), also auf dem Rückweg nach Varna; weitere Gruppen liegen beim Devnyaer Stadtteil Povelyanovo. Achten Sie auf die Tage: Im November ist die Steinwüste 10:00–17:00 geöffnet, aber montags und dienstags geschlossen, im Dezember nur nach Voranmeldung (Regionales Geschichtsmuseum Varna). Da das Museum von Oktober bis April am Wochenende schließt, sind im November Mittwoch bis Freitag die sichere Wahl.

Richtung Westen liegen Provadia und die Festung Ovech rund 30 Straßenkilometer vom Museum entfernt (OSRM). Die Gemeinde betreibt zwar einen Bus nach Provadia (10:00 ab Devnya, zurück um 12:00), doch das reicht kaum für einen Besuch – diese Etappe macht man besser mit dem Auto. Eine Runde Varna – Steinwüste – Devnya – Provadia ist mit dem Auto an einem Tag gut zu schaffen.

Quellen

Die Liste 6

  1. Mosaikmuseum

    museum

    1986 über einem Teil einer spätrömischen Villa von Marcianopolis eröffnet; Bodenmosaiken (drei in situ), der Goldmünzschatz Theodosius' II. und Funde aus einem römischen Grab. Nationales Touristenziel Nr. 10.

  2. Überreste von Marcianopolis

    sight📍 Devnya

    Grabungen in Devnya haben das Amphitheater, Teile der Stadtmauer, Gräberfelder, Tempel, Wohn- und öffentliche Gebäude freigelegt; der offene Ostflügel und der Hof der Villa liegen direkt am Museum.

  3. Quellen von Devnya und die Zauberquelle

    nature📍 Am Fuß des Hügels Golyam Kayrak, Devnya

    Die größten Karstquellen Bulgariens und Ursprung des Flusses Devnya, ganzjährig etwa 18 °C. Seit 1954 sind die meisten für Industrie und Wasserversorgung von Devnya und Varna gefasst; nur die Zauberquelle sprudelt noch frei.

  4. Ethnografische Sammlung in Kipra

    museum📍 Dorf Kipra, Gemeinde Devnya

    Ein Dorfhaus vom Ende des 19. Jahrhunderts in Kipra (Gemeinde Devnya) mit rund 200 Objekten des ländlichen Alltags, Trachten und der „Kamila“-Maske eines Neujahrsbrauchs.

  5. Steinwüste (Pobiti Kamani)

    nature📍 Bei Slanchevo, Gemeinde Aksakovo

    Felder natürlicher Steinsäulen westlich von Varna; der Besucherbereich (zentrale Gruppe) liegt rund 11 Straßenkilometer vom Museum. Weitere Gruppen liegen beim Devnyaer Stadtteil Povelyanovo.

  6. Festung Ovech, Provadia

    sight📍 Provadia

    Mittelalterliche Festung auf einem Plateau über Provadia, rund 30 Straßenkilometer westlich des Museums (OSRM). Öffnungstage vorab beim Touristeninformationszentrum Provadia erfragen.

© OpenStreetMap-Mitwirkende

Häufige Fragen

Wann hat das Mosaikmuseum in Devnya geöffnet?

Laut Gemeinde Devnya von Mai bis September täglich 10:00–16:00 und von Oktober bis April montags bis freitags 10:00–16:00; Samstag und Sonntag sind dann Ruhetage. Im November geht ein Besuch also nur unter der Woche.

Was kostet der Eintritt ins Mosaikmuseum Devnya?

Die Gemeindeseite nennt 4,09 € für Erwachsene und 2,05 € für Rentner, Kinder, Studierende und Menschen mit Behinderung; die Familienkarte für zwei Eltern mit bis zu drei Kindern unter 18 kostet 8,18 €. Gruppen mit mehr als 10 Personen zahlen 3,58 € bzw. ermäßigt 1,53 €. Die Preise stammen von einer im Juli 2025 veröffentlichten Seite; fragen Sie vor einem Gruppenbesuch unter +359 519 34440 nach.

Wie komme ich mit dem Bus von Varna nach Devnya?

Zwischen Varna und Devnya fährt die Linie 14 (Visit Varna). Der am 24. Juni 2026 von der Gemeinde Devnya veröffentlichte Fahrplan für die Strecke Devnya–Varna (Linien 14, 14A und 28) nennt werktags 15 Abfahrten ab Varna zwischen 07:00 und 21:30, an Feiertagen 8; der letzte Bus zurück ab Devnya fährt werktags um 20:00. Der Busbahnhof Devnya liegt rund 2,4 km Luftlinie vom Museum entfernt – fragen Sie den Fahrer nach der nächsten Haltestelle oder rufen Sie das Busunternehmen an: +359 885 907 697.

Welches ist das berühmteste Mosaik in Devnya?

Das Medusa-Mosaik, das Wahrzeichen des Museums: das Haupt der Gorgo auf dem Schild der Athene, verlegt auf dem 8 × 8 m großen Boden des Speisesaals, um die Hausbewohner vor Unheil zu schützen. Außerdem sehen Sie Satyr und Antiope, den Raub des Ganymed und die Jahreszeiten.

Lassen sich Mosaikmuseum und Steinwüste an einem Tag verbinden?

Ja. Die zentrale Gruppe der Steinwüste liegt etwa 11 Straßenkilometer vom Museum entfernt (OSRM). Achten Sie auf die Tage: Im November ist die Steinwüste montags und dienstags geschlossen, das Museum samstags und sonntags – Mittwoch bis Freitag passt für beides.

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